Sarah Bakker und Melissa Jürgens im Cover Story Interview
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Spitze Positionierung finden: wie aus Working Moms die Leadership Mamas wurden

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Melissa Jürgens war fast 8 Jahre in einem DAX-Konzern, zuletzt als Head of Regulatory Reporting. Heute baut sie ihre eigene Marke auf. Zwischen beidem liegt eine Rückfrage, die in ihrer ersten Session bei mir gefallen ist. In diesem Beitrag liest du, wie eine spitze Positionierung entsteht, woran du erkennst, dass deine noch zu weit ist, und mit welchen drei Bausteinen du deinen eigenen USP beschreibst.

Melissa war zu Gast in Cover Story, meinem Podcast für Personal Brands, die gesehen werden. Sie ist eine meiner Spotlight-Queens, wir haben acht intensive Wochen zusammen gearbeitet, und sie erzählt hier ihre eigene Version davon. Alle Zitate in diesem Beitrag stammen aus der Folge.

Die kurze Antwort

Eine spitze Positionierung beschreibt, für wen du arbeitest und in welcher Lage diese Person gerade steckt. Melissa hat ihre Zielgruppe von Working Moms auf Leadership Mamas verengt, also auf Mütter in verantwortungsvollen Rollen. Seitdem spricht sie zwei Seiten an, die Frau selbst und das Unternehmen, das sie halten will.

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Wer ist Melissa Jürgens?

Melissa ist Business-Mentorin für Leadership Mamas. Sie arbeitet an der Stelle, an der Mutterschaft auf Karriere trifft, mit Frauen in verantwortungsvollen Rollen und mit den Unternehmen, die diese Frauen halten wollen. Vor ihrer Selbstständigkeit war sie fast 8 Jahre in einem DAX-Konzern in Frankfurt, 4 Jahre davon in Führung.

Ihre erste Führungsposition hatte sie mit 28. Geprägt haben sie dort weniger die Projekte als die persönlichen Gespräche mit ihren Mitarbeitern.

Dann kam ihre Tochter im April, und mit ihr ein Moment, den sie selbst als Wendepunkt beschreibt.

O-Ton aus der Folge

„Ich bin jetzt nicht so der spirituellste Mensch, aber ich hatte echt so ein krasses Inner Calling. Wenn da was ist, dann mache ich das und zwar zu 100%.“

Ihr Weg in fünf Stationen

Mit 28Erste Führungsposition, Teams aufgebaut
8 JahreDAX-Konzern, davon 4 Jahre in Führung
ElternzeitInner Calling, Gründung, Austausch mit der IHK
8 WochenSPOTLIGHT, Positionierung und Marke
HeuteBusiness-Mentorin für Leadership Mamas
Für dich heißt das

Deine Positionierung steckt meistens in dem, was du ohnehin jahrelang gemacht hast. Sie muss beschrieben werden, nicht erfunden.

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Wie erkennst du, ob ein Programm zu dir passt?

Am Bauchgefühl und an dem, was die Person vorweisen kann. Unser Erstkontakt war eine Sprachnachricht: Hi, ich bin Melissa und ich habe richtig Bock durchzustarten. Ich war gerade auf dem Weg nach Hamburg zu meinem Kino-Event mit der Spotlight-Community, als sie kam.

Sie hatte mich über den Algorithmus gefunden, sich mein Profil angesehen und dahinter ein System vermutet. Ihre eigene Entscheidungsregel gilt für jede größere Investition.

O-Ton aus der Folge

„Eine Nacht drüber schlafen, das mache ich immer bei großen Entscheidungen. Und wenn mein Bauchgefühl dann am nächsten Morgen sagt, ja, dann machen.“

Ich habe ihr damals dasselbe gesagt, was ich dir hier auch sage. Hör auf dein Bauchgefühl, wo du dich gut aufgehoben fühlst. Und schau parallel, was diese Person vorweisen kann, wie lange sie am Markt ist und welche Feedbacks du von anderen Teilnehmerinnen bekommst. Ich bin zertifizierter Business Coach, seit fast zehn Jahren selbstständig und über die Ausbildung eng mit der IHK vernetzt. Mehr dazu steht auf meiner Seite Über mich und in der Beschreibung meiner Programme.

Für dich heißt das

Bauchgefühl und Prüfen gehören zusammen. Frag nach Ausbildung, nach Jahren am Markt und nach Stimmen von Teilnehmerinnen, bevor du zusagst.

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Warum ist innere Klarheit der erste Win?

Weil sie jede weitere Entscheidung trägt. Ich hatte Melissa vorab gefragt, was ihre drei größten Wins aus den acht Wochen waren. Ihr erster ist der, den man von außen am wenigsten sieht.

O-Ton aus der Folge

„Ich teache ja selbst innere Klarheit. Und Spotlight hat mir meine eigene gegeben.“

Sie macht es an einem konkreten Beispiel fest. In ihrem Programm stecken Körper-Sessions, sogenannte Energy-Flow-Sessions, die künftig ihre Kooperationspartnerin durchführt. Der vermeintlich sichere Weg wäre gewesen, diesen Teil zu streichen, weil sie in großen Unternehmen positioniert ist und Körperarbeit dort schnell nach Wellness klingt. Sie hat ihn drin gelassen, weil er aus ihrer eigenen Praxis kommt und aus keinem Buch.

Ihre Antwort darauf ist eine Personenfrage und keine Methodenfrage. Wer in solchen Momenten die richtigen Menschen an der Seite hat, kommt schneller wieder bei sich an.

O-Ton aus der Folge

„Dafür braucht es keine große Beratung und keine fünf Bücher. Da reicht manchmal eine kleine Frage oder ein kleiner Impuls im richtigen Moment.“

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Wie wird aus einer weiten Zielgruppe eine spitze Positionierung?

Durch eine Rückfrage, die den Blick nach innen dreht. Melissa saß in ihrer ersten Session im Italienurlaub in einem heißen Wohnmobil, weil die Office-Boxen ausgebucht waren. Auf meine Frage nach ihrer Zielgruppe kam eine Antwort, die für sie glasklar war: die Working Moms.

O-Ton aus der Folge

„Und du so, ja, welche Working Moms? Und ich dachte so, ja, welche Working Moms?“

Danach hat sie sich selbst beantwortet, wer sie eigentlich ist: Mutter, jahrelang in der Führungsrolle, mit viel Verantwortung, die sie behalten will, auch wenn Familie dazukommt. Aus dieser einen Rückfrage sind die Leadership Mamas entstanden.

Weit gegen spitz, an ihrem Beispiel

Vorher: Working Moms

  • Alle Mütter, die arbeiten
  • Vom Teilzeitjob bis zum Vorstand
  • Angebot rein an die Mama gerichtet
  • Klingt klar und ist doch weit gegriffen

Danach: Leadership Mamas

  • Jede Frau in einer verantwortungsvollen Rolle
  • Projektleitung, Fachexpertin, Teamleitung, Head of
  • Angebot an die Frau und an ihr Unternehmen
  • Führung als innere Haltung, unabhängig vom Titel

Grundlage: Cover Story Interview mit Melissa Jürgens, August 2026

Wichtig ist ihr dabei eine Klarstellung, weil sie dazu schon Rückfragen bekommen hat. Gemeint ist jede Frau in einer verantwortungsvollen Rolle: die Projektleiterin, an der ein halbes Team oder ein Budget hängt, die Fachexpertin, die als Einzige weiß, wie der Prozess läuft, die Teamleiterin mit fünf Leuten. Ihr Satz dazu lautet: Führung ist eine innere Haltung, und die steht auf keiner Visitenkarte.

Für dich heißt das

Beschreibe einen Zustand statt einer Kategorie. Je genauer deine Wunschkundin sich in einem Satz wiederfindet, desto weniger musst du erklären.

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Was ändert sich, wenn die Positionierung sitzt?

Der Radius wird größer, nicht kleiner. Melissas dritter Win klingt zuerst wie ein Widerspruch: durch die engere Positionierung denkt sie heute breiter.

O-Ton aus der Folge

„Ich sitze an beiden Tischen und ich spreche auch beide Sprachen, aus meiner eigenen Erfahrung heraus.“

Am Anfang war ihr Angebot rein an die Mama gerichtet. Heute spricht sie zusätzlich die Unternehmen an, in denen diese Frauen arbeiten, und die sagen ihr, dass sie so etwas gern inhouse anbieten würden. Dazu kamen der Austausch mit der IHK, Stiftungen und Forschungsinstitute sowie Studien zur weiblichen Führungspipeline in börsennotierten und familiengeführten Unternehmen.

Und weil das Wort so oft fällt, wenn Frauen über ihre eigene Positionierung sprechen, hier noch eine Sache, die mir wichtig ist.

O-Ton aus der Folge

„Wir streichen das Wort klein aus dem Wortschatz. Jeder in seiner Liga spielt noch klein. Sonst wären wir alle schon dort, wo wir noch hinkommen wollen.“

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Wie beschreibst du deinen eigenen USP?

Über drei Bausteine, in denen weder eine Methode noch ein Zertifikat vorkommt. Auf meine Frage, was sie einzigartig macht, hat Melissa genau diesen Dreiklang geliefert. Du darfst ihn als Vorlage für deine eigene Marke nehmen.

O-Ton aus der Folge

„Meine Kundin kann bei mir mitten im Satz anfangen. Ich kenne den Steuerungskreis, ich kenne die Reporting-Zeile. Und ich weiß auch, wie sich ihr Sonntagabend anfühlt, bevor die Woche losgeht. Sie muss mir nichts übersetzen.“

  1. Die Sprache deiner ZielgruppeWelche Welt kennst du von innen, sodass deine Kundin mitten im Satz anfangen kann?
  2. Die Methode aus deiner eigenen PraxisWas hat bei dir selbst gehalten, unter echter Verantwortung, bevor du es weitergegeben hast?
  3. Beide Seiten am TischWer profitiert außer der Person, die bei dir bucht, noch von deinem Ergebnis?

Ihr eigener Satz zum zweiten Baustein lautet: I practice what I preach. Und ich gebe weiter, was bereits gehalten hat. Genau das meine ich, wenn ich sage, du bist das, was du teachst. Wenn du deinen Kontext einmal sauber aufschreiben möchtest, damit auch eine KI ihn versteht, findest du die Struktur dafür im Claude Brand Guide für 0 Euro.

Für dich heißt das

Dein USP steckt in deiner Biografie, in deiner eigenen Praxis und in der Frage, wer außer deiner Kundin noch von deinem Ergebnis profitiert.

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Was du aus dieser Folge mitnehmen darfst

  • Eine spitze Positionierung beschreibt einen Zustand, in dem sich deine Wunschkundin selbst erkennt.
  • Die Frage „Welche genau?“ ist oft der ganze Unterschied zwischen weit und spitz.
  • Dein USP kommt aus deiner Erfahrung, deiner Praxis und den beiden Seiten, die du bedienen kannst.
  • Bauchgefühl und Prüfen gehören zusammen, wenn du ein Programm buchst.
  • Dein Fundament gehört dir, deine Reichweite auf einer Plattform ist geliehen.

Der letzte Punkt ist mir besonders wichtig. Melissa hatte bei Instagram noch gar nicht richtig gestartet, als wir angefangen haben, und ich habe ihr gesagt, dass das völlig in Ordnung ist. Wir haben stattdessen ihre Website-Strategie gebaut. Wie so eine Seite in zwei Tagen entsteht, steht unter Website in 48 Stunden. Wenn du davor deine Farben festlegen möchtest, hilft dir der Color Pass Generator, und wie deine Farbe wirkt, liest du im Beitrag Farbtyp bestimmen.

O-Ton aus der Folge

„Instagram kann von heute auf morgen abgeschaltet werden. Ich bin dafür bekannt, dass wir unser Fundament unabhängig von Social Media aufbauen.“

Wenn du gerade dabei bist, dein Profil und deine Bilder anzugleichen, lies auch Was ist Personal Branding und Das Geheimnis hinter perfekten Businessfotos. Und falls deine Bilder noch fehlen, brauchst du dafür kein Shooting, das Brandfoto Upgrade macht aus deinen Handyfotos Markenbilder.

Häufige Fragen

Was ist eine spitze Positionierung?

Eine spitze Positionierung benennt genau, für wen du arbeitest und in welcher Situation diese Person steckt. Statt einer weiten Kategorie wie Working Moms beschreibst du einen Zustand, etwa Mütter in verantwortungsvollen Rollen. Deine Wunschkundin erkennt sich darin in einem Satz wieder und muss dir nichts übersetzen.

Wie finde ich meine Positionierung?

Über drei Fragen: Welche Welt kennst du von innen, sodass deine Kundin mitten im Satz anfangen kann? Was hat bei dir selbst gehalten, bevor du es weitergegeben hast? Und wer profitiert außer deiner Kundin noch von deinem Ergebnis? Melissa Jürgens hat ihre Positionierung genau über diese drei Bausteine beschrieben.

Macht eine spitze Positionierung mein Business kleiner?

Melissas Erfahrung zeigt das Gegenteil. Nach der Verengung auf Leadership Mamas kamen Unternehmen, die IHK, Stiftungen und Forschungsinstitute dazu, weil andere sofort verstehen, wofür sie sie ansprechen können.

Wer sind Leadership Mamas?

Leadership Mamas sind Mütter in verantwortungsvollen Rollen: Projektleiterinnen, Fachexpertinnen, Teamleiterinnen und Frauen mit Head-of-Titel. Führung ist dabei eine innere Haltung und kein Titel auf der Visitenkarte.

Woran erkenne ich, ob ein Coaching-Angebot zu mir passt?

Achte auf eine echte Ausbildung, auf die Zeit am Markt und auf Stimmen von Teilnehmerinnen, die du selbst ansprechen kannst. Coaching arbeitet mit Fragen und bringt dich in die Selbstwirksamkeit. Wenn dir jemand ein System überstülpt, das nur für ihn selbst funktioniert hat, ist das Mentoring und sollte auch so heißen.

Brauche ich Instagram, um mit meinem Business sichtbar zu werden?

Melissa hatte bei Instagram kaum gestartet, als unsere Zusammenarbeit begann. Zuerst entstanden ihr Fundament und ihre Website-Strategie. Eine Plattform kann sich jederzeit ändern, deine eigene Website und dein Kontext bleiben dir.

Wie lange dauert das Programm SPOTLIGHT?

Melissa und ich haben acht intensive Wochen zusammen gearbeitet. In dieser Zeit entstehen Positionierung, Marke und die Struktur darunter. Aktuell läuft SPOTLIGHT über eine Warteliste, alle Infos stehen auf der Programme-Seite.

Sarah Bakker, Brand Designerin und Fotografin

Über die Autorin

Sarah Bakker

Ich bin zertifizierter Business Coach, Brand Designerin und Fotografin und seit fast zehn Jahren selbstständig. Meine Arbeiten wurden unter anderem in der Vogue und in Harper's Bazaar publiziert.

Heute baue ich Personal Brands, die gesehen werden. Editorial, strategisch und unverwechselbar. In meinem Podcast Cover Story zeige ich jede Woche, wie deine Marke so wird, dass sie strahlt.

Mehr von mir: Programme · Über mich · Claude Live Event · Kontakt

Cover des Podcasts Cover Story von Sarah Bakker

Die ganze Folge hören

Cover Story

Das komplette Interview mit Melissa Jürgens gibt es auf die Ohren. Mein Podcast für Unternehmerinnen und Personal Brands, die editorial, strategisch und unverwechselbar sichtbar werden wollen.

Quellen

  1. Cover Story, Podcast von Sarah Bakker: Interview mit Melissa Jürgens, aufgenommen im August 2026. Alle wörtlichen Zitate stammen aus dieser Folge.
  2. Melissa Jürgens, Business-Mentorin für Leadership Mamas: april-vibes.de, abgerufen am 20.08.2026.

Die Zitate sind für die Lesbarkeit leicht geglättet, ohne den Inhalt zu verändern.

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