Du hast zehn Bilder vom Shooting und benutzt seit Monaten dasselbe. Nicht weil es das beste ist, sondern weil es das einzige ist, das überall passt.
Das liegt selten an den Bildern. Es liegt daran, dass jeder Kanal einen anderen Ausschnitt will, und dass dir das niemand vorher gesagt hat. Ein Profilbild wird rund beschnitten, ein Titelbild ist ein extrem flacher Streifen, ein Beitrag will Hochformat.
Hier stehen die aktuellen Maße, welcher Ausschnitt wohin gehört und wie du aus einem einzigen Ausgangsfoto eine Serie machst, die zusammengehört.
Ein Motiv, viele Ausschnitte, eine Farbstimmung
Du brauchst weniger Motive und mehr Formate, als du denkst. Das LinkedIn-Profilbild liegt bei 400 mal 400 Pixel, das Titelbild bei 1584 mal 396, Beiträge laufen im Hochformat 1080 mal 1350. Instagram nutzt dieselben 1080 mal 1350 für den Feed und 1080 mal 1920 für Stories und Reels.
(121WATT, 03.03.2026 · pixx.io, abgerufen am 13.08.2026)
Welches Bild braucht welcher Kanal?
Hier stehen die Maße, die du wirklich brauchst. Alles in Pixel.
| Platz | Maße | Welcher Ausschnitt |
|---|---|---|
| LinkedIn Profilbild | 400 x 400 (1:1) | Kopf und Schultern, rund beschnitten |
| LinkedIn Titelbild | 1584 x 396 (4:1) | Umgebung ohne Gesicht in der Mitte |
| LinkedIn Beitrag hoch | 1080 x 1350 (4:5) | Halbtotale, Raum für Text |
| LinkedIn Beitrag quer | 1200 x 627 | Szene, du seitlich im Bild |
| Instagram Profilbild | 180 x 180 | Gesicht groß, sehr eng |
| Instagram Feed hoch | 1080 x 1350 (4:5) | Halbtotale bis Ganzkörper |
| Story und Reels | 1080 x 1920 (9:16) | Hochkant, viel Luft oben und unten |
(121WATT, 03.03.2026 · pixx.io, abgerufen am 13.08.2026 · Plattformen ändern die Werte gelegentlich)
Was daran auffällt: 1080 mal 1350 taucht zweimal auf. Dieses Hochformat ist inzwischen das nützlichste Einzelmaß im ganzen Feld, weil es auf beiden Kanälen im Feed funktioniert.
Und beim Titelbild ist die Falle das Seitenverhältnis 4:1. Das ist ein sehr flacher Streifen. Ein Portrait passt dort nie hinein, deshalb gehört auf ein Titelbild deine Umgebung, dein Material oder eine Fläche in deinen Farben.
Ein Format kommt am weitesten: 1080 mal 1350.
Du darfst mit diesem einen Format anfangen. Es passt in den LinkedIn-Feed und in den Instagram-Feed und deckt damit deine zwei wichtigsten Flächen ab.
Was macht ein gutes LinkedIn-Profilbild aus?
Dass man dein Gesicht erkennt, wenn es so groß wie ein Daumennagel ist.
Das ist die ganze Anforderung, und sie ist strenger, als sie klingt. Dein Profilbild erscheint in Kommentaren, in Suchergebnissen und in Nachrichtenlisten oft nur wenige Millimeter groß. Was dort funktioniert: Kopf und Schultern, dein Gesicht füllt einen großen Teil des Bildes, ruhiger Hintergrund, Licht von vorne.
Was dort nicht funktioniert: Ganzkörper, viel Umgebung, Gegenlicht, ein Bild, auf dem du weit weg stehst. All das sind schöne Fotos, nur eben für andere Plätze.
Und weil das Profilbild rund beschnitten wird, brauchst du Luft an den Seiten. Ein Bild, das im Quadrat gerade so passt, verliert im Kreis die Schultern.
Prüf dein Profilbild in Daumennagelgröße.
Du darfst es dir auf dem Handy klein anzeigen lassen und einen Meter weggehen. Wenn du dich dann noch erkennst, funktioniert es.
Was ist auf Instagram anders?
Die Rolle der Bilder. Auf LinkedIn beweist dein Bild Kompetenz, auf Instagram baut es Nähe auf.
Praktisch heißt das: auf LinkedIn funktionieren ruhige, klare Bilder, auf denen du arbeitest oder sprichst. Auf Instagram funktionieren dieselben Motive, wenn sie Bewegung und Umgebung zeigen. Dieselbe Frau, dieselbe Farbwelt, anderer Ausschnitt.
Und weil wir gerade bei Profilen sind: mich catchen die meisten null. Nicht wegen der Bilder, sondern weil aus dem Profil nicht hervorgeht, was diese eine Frau kann, das sonst niemand kann. Austauschbare Bios entstehen nicht aus schlechten Fotos, sie entstehen aus fehlender Klarheit darüber, wofür man steht.
Der zweite Unterschied ist die Menge. Ein LinkedIn-Profil braucht ein Profilbild, ein Titelbild und alle paar Wochen ein Beitragsbild. Ein Instagram-Auftritt frisst pro Woche mehrere. Genau daran scheitern die meisten Bildbestände aus einem einzelnen Shooting.
Und der dritte: auf Instagram sieht man deinen Bildbestand als Fläche. Neun Kacheln nebeneinander. Da fällt sofort auf, wenn drei Bilder aus einem warmen Sommershooting neben zwei kühlen Studiobildern liegen.
„Mich catchen viele Profile null, weil die Frauen sich selbst noch nicht gefunden haben. Sie wissen noch nicht, was sie wirklich einzigartig macht, und sind deshalb noch nicht nischig genug.“
Foto: Kea Ulrich
LinkedIn zeigt, was du kannst. Instagram zeigt, wie es ist, mit dir zu arbeiten.
Du darfst dieselben Motive für beides nutzen. Was du änderst, ist der Ausschnitt und wie viel Umgebung mit drauf ist.
Aus einem Foto wird eine Serie
Der Selbstlernkurs zeigt dir, wie aus einem Ausgangsfoto mehrere Kulissen entstehen, die zusammen aussehen wie ein Nachmittag. Genau der Nachschub, den Social Media jede Woche frisst.
Für 39 Euro ansehenWie viele Bilder brauchst du wirklich?
Für den Anfang sechs. Danach hängt es daran, wie oft du postest.
- Ein Profilbild: Kopf und Schultern, funktioniert auf allen Kanälen gleich.
- Ein Titelbild: Umgebung oder Fläche in deinen Farben, ohne Gesicht in der Mitte.
- Zwei Arbeitsbilder: du am Schreibtisch, mit Material, im Gespräch. Für Beiträge und die Über-mich-Seite.
- Ein Ganzkörperbild: für die Startseite und für alles, was Raum braucht.
- Ein Bild mit viel Luft: ein Motiv, bei dem du seitlich stehst, damit Text daneben passt.
Und noch etwas, das keine Maßangabe abbildet. Ein Bild, das arbeitet, zeigt Selbstvertrauen, Ausdruck im Blick und in der Haltung, eine Frau, die weiß, was sie will. Ein Bild, das nur schön ist, zeigt eine korrekte Pose. Der Unterschied ist auf einem Daumennagel größer als jede Schärfe.
Diese sechs decken Website, Über-mich-Seite, Profile und die ersten Wochen Content ab. Alles darüber ist Nachschub, und genau der ist der Grund, warum ein einzelnes Shooting selten reicht. Was ein Shooting kostet und wann es sich lohnt, steht in Personal Branding Fotografie.
Sechs Bilder decken den Anfang. Der Rest ist Nachschub.
Du darfst mit sechs starten und trotzdem sichtbar sein. Vollständigkeit ist der Feind des ersten Posts.
Wie entsteht eine Serie, die zusammengehört?
Über drei Dinge, die gleich bleiben: Farbstimmung, Helligkeit und Abstand zur Kamera.
Wenn diese drei über alle Bilder hinweg stimmen, liest ein Mensch sie als einen Auftritt, selbst wenn die Motive völlig verschieden sind. Wenn eines davon springt, wirkt der Bestand zusammengewürfelt, auch wenn jedes einzelne Bild gut ist.
Am schnellsten erreichst du das, indem du von einem Ausgangsbild ausgehst und die Kulisse darum herum änderst. Gleiche Person, gleiches Licht, gleiche Farbwelt, verschiedene Räume. Genau darum geht es beim Brandfoto Upgrade.
Und die Farbwelt selbst darf keine Zufallsentscheidung sein. Welche Farben zu dir gehören, sagt dir der Color Pass für 0 Euro. Diese Farben legst du danach über alles: Bilder, Website, Grafiken.
Gleiche Farbstimmung, gleiche Helligkeit, gleicher Abstand.
Du darfst die Motive wild mischen, solange diese drei ruhig bleiben. Sie sind der Faden, an dem der ganze Auftritt hängt.
Womit fängst du heute an?
Wo bist du überall zu sehen? Welches Bild steht dort gerade? Und würdest du dich in Daumennagelgröße wiedererkennen?
- Schreib deine Platzierungen aufProfilbild, Titelbild, Website-Start, Über-mich, jede Angebotsseite, Newsletter. Die Liste wird länger, als du denkst.
- Such ein Ausgangsfoto mit LuftEin Bild mit genug Raum um den Kopf. Daraus lassen sich enge und weite Ausschnitte schneiden, umgekehrt geht es nicht.
- Schneid die drei wichtigsten Formate400 mal 400 fürs Profil, 1080 mal 1350 für Beiträge, 1584 mal 396 fürs Titelbild.
- Gleich die Farbstimmung anAlle Bilder auf dieselbe Helligkeit und dieselbe Farbwelt bringen. Danach wirkt der Auftritt wie aus einem Guss.
Zähl deine Plätze, bevor du neue Bilder machst.
Du darfst mit dem anfangen, was schon da ist. Meistens fehlen keine Motive, sondern Ausschnitte.
Ein Motiv reicht weiter, als du denkst
LinkedIn und Instagram wollen dieselbe Frau in verschiedenen Ausschnitten. Das Profilbild liegt bei 400 mal 400, Beiträge laufen auf beiden Kanälen im Hochformat 1080 mal 1350, das Titelbild ist ein flacher Streifen ohne Gesicht in der Mitte.
Sechs Bilder decken den Anfang. Was danach kommt, ist Nachschub, und der entsteht am ruhigsten aus einem Ausgangsfoto, dessen Kulisse sich ändert.
Schreib heute deine Platzierungen auf und schau dir dein Profilbild in Daumennagelgröße an. Ich bin ganz gespannt, wie viele Plätze du findest, an die du seit Monaten nicht gedacht hast.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein LinkedIn Profilbild sein?
400 mal 400 Pixel im Seitenverhältnis 1:1. Das Titelbild für das persönliche Profil liegt bei 1584 mal 396 Pixel, also 4:1. Beitragsbilder laufen quadratisch mit 1080 mal 1080, im Hochformat mit 1080 mal 1350 oder quer mit 1200 mal 627 Pixel. (Quelle: 121WATT, Stand 03.03.2026)
Welches Format funktioniert auf beiden Kanälen?
Das Hochformat mit 1080 mal 1350 Pixel, also 4:5. Es funktioniert sowohl im LinkedIn-Feed als auch im Instagram-Feed und ist damit das nützlichste Einzelmaß, wenn du mit einem Format anfangen willst.
Was gehört auf ein LinkedIn Titelbild?
Umgebung, Material oder eine Fläche in deinen Markenfarben. Das Seitenverhältnis 4:1 ist ein sehr flacher Streifen, in den ein Portrait nicht sinnvoll hineinpasst. Halte die Bildmitte frei, weil dort auf vielen Ansichten dein Profilbild überlappt.
Wie viele Personal Branding Fotos brauche ich?
Für den Anfang sechs: ein Profilbild mit Kopf und Schultern, ein Titelbild ohne Gesicht, zwei Arbeitsbilder, ein Ganzkörperbild und eines mit viel Luft für Text daneben. Damit deckst du Website, Über-mich-Seite und Profile ab. Alles Weitere ist laufender Nachschub für Social Media.
Wie wirken meine Bilder wie eine Serie?
Über drei Dinge, die konstant bleiben: Farbstimmung, Helligkeit und Abstand zur Kamera. Wenn diese drei über alle Bilder gleich sind, liest ein Betrachter sie als einen Auftritt, auch bei völlig verschiedenen Motiven. Springt eines davon, wirkt der Bestand zusammengewürfelt.
Ein Shooting liefert zehn Bilder, Social Media will jede Woche neue
Ein Shooting liefert dir zehn Bilder von einem Tag. Social Media will jede Woche neue. Der Selbstlernkurs zeigt dir, wie aus einem Ausgangsfoto mehrere Kulissen entstehen, die zusammen aussehen wie ein Nachmittag.
- Das richtige Ausgangsfoto mit genug Luft am Rand wählen
- Von aufgeräumt bis zur fertigen Bildserie in drei Stufen
- Korrekt als AI MODIFIED kennzeichnen
Über die Autorin
Sarah Bakker
Ich bin zertifizierter Business Coach, Brand Designerin und Editorial Fotografin. Ich baue Bildbestände so auf, dass sie für Website, Profile und ein Jahr Content reichen, statt nach drei Wochen leer zu sein.
Heute baue ich Personal Brands, die gesehen werden. Editorial, strategisch und unverwechselbar. Mehr über meinen Weg steht auf der Seite Über mich.
In meinem Podcast Cover Story spreche ich jede Woche darüber, wie du deine Marke so aufbaust, dass sie strahlt.
Veröffentlicht in Vogue · Harper's Bazaar · Elle
Mehr von mir: Programme · Website in 48 Stunden · Signature Offer · Kontakt
Quellen
- 121WATT: LinkedIn Bildgrößen und Formate 2026, Stand 03.03.2026. 121watt.de
- pixx.io: Social Media Bildgrößen, alle Formate für 2026, abgerufen am 13.08.2026. pixx.io
- Janine Willis und Alexander Todorov: First Impressions, Making Up Your Mind After a 100-Ms Exposure to a Face, Psychological Science, 2006. journals.sagepub.com
Veröffentlicht am 13.08.2026. Zuletzt aktualisiert am 13.08.2026.