Sarah Bakker · Von ChatGPT empfohlen werden

Journal · KI-Sichtbarkeit

Von ChatGPT
empfohlen werden

← Zurück zum Journal KI-Sichtbarkeit Von Sarah Bakker August 2026 · 15 Min. Lesezeit

Deine Kundin googelt nicht mehr. Sie stellt ihre Frage der KI und bekommt zwei bis drei Namen. Warum das gerade der stillste und kaufbereiteste Markt ist, den es für dich gibt, und was deine Website dafür können muss.

Die kurze Antwort

Von ChatGPT empfohlen zu werden hängt nicht an deiner Reichweite, sondern daran, ob eine KI auf deiner Website in klaren Worten findet, was du tust, für wen und wo. KI-Systeme lesen Websites und geben eine Handvoll konkreter Namen weiter, statt zehn blaue Links. Rund 60 Prozent aller Suchanfragen enden inzwischen direkt in der KI, und etwa die Hälfte der Links in KI-Antworten führt auf Business-Websites, nicht auf Social-Media-Profile.

Praktisch heißt das: eine klar geschriebene Website schlägt einen großen Account. Und weil KI-Systeme eine Seite bei jeder Anfrage neu bewerten, statt monatelang Vertrauen aufzubauen, kann eine Änderung im August schon im September wirken.

Kurz zu mir, bevor wir reingehen

Hello und willkommen zurück. Nach meiner Sommerpause bin ich wieder da und starte die nächste Staffel von Cover Story, meinem Podcast für Personal Brands, die gesehen werden. Diese Folge und dieser Artikel sind der Auftakt, und ich starte bewusst mit diesem Thema.

Ich möchte mich an einer Stelle sehr deutlich abgrenzen. Es sind gerade viele KI-Coaches am Markt, die dir erzählen, du kannst faceless unterwegs sein, oder du wächst in drei Minuten krass auf Instagram. Das sind alles shiny objects. Ich denke mir dann: Wie viele Leute fallen darauf rein, die wirklich in diesem Pain sind von „ich möchte nicht mehr so viel posten, ich habe keine Kraft mehr“.

Wir machen das hier mit Substanz. Ich bin zertifizierter Business Coach, seit fast zehn Jahren selbstständig, komme aus dem Wirtschaftsstudium über eine Unternehmensagentur ins Online-Marketing und habe dort ab 2016 Websites für ganze Länder betreut. Danach Brand Design, Grafikdesign, dann die Fotografie und die großen Bühnen: Harper's Bazaar, Vogue, Tatler. Es war ein Ritt, und alles davon steckt in dem, was ich dir hier mitgebe.

Wenn du magst, hol dir dein Journal und was Leckeres zu trinken. An zwei Stellen sage ich dir, dass du dir etwas ganz groß aufschreiben sollst.

Es gibt gerade einen zweiten Markt

Neben der Google-Suche ist ein zweiter Suchmarkt entstanden, in dem nicht gescrollt, sondern gefragt wird. Dort ist fast keine Konkurrenz, und dort sind die Menschen, die schon kaufen wollen.

Denk einmal an dein eigenes Suchverhalten vor ein paar Jahren. Du hast dein Handy in die Hand genommen und bei Google gesucht: Wie kann ich meine Website optimieren. Und dann hast du dich durch die Seiten gearbeitet, bis irgendwas passte.

Ich nehme dafür immer dasselbe Beispiel, weil ich viele Kundinnen aus der Hochzeitsbranche habe. Wir haben gedacht, die Brautpaare geben da ein: Hochzeitsfotografin Italien. Dann arbeitet sie sich durch die Seiten, und es ist möglichst gut, wenn du ganz weit oben in der Google-Suche stehst.

Heute kommt die KI ins Spiel. Die Person, die dich gerade sucht, geht nicht mehr in erster Linie über Google, sie geht in die KI. Sie schreibt einen ganzen Satz, mit Problem, Budget und Situation. Und sie bekommt keine Liste, sondern zwei bis drei Namen.

O-Ton aus der Folge

„Wenn wir jetzt wieder bei der Kundin sind, die für ihre Italien-Hochzeit eine Hochzeitsfotografin sucht, dann geht die viel lieber in die KI und kriegt da ihre perfekte Hochzeitsfotografin empfohlen.“

Der Unterschied ist nicht die Technik. Der Unterschied ist der Zustand, in dem die Person bei dir ankommt. Dort wird nicht gescrollt, dort wird nicht gewischt, dort wird nicht ein Inhalt nach dem anderen konsumiert. Auf Instagram gehst du ja nicht, wenn du ein Problem gelöst haben möchtest.

Und noch etwas, das ich fast noch spannender finde: Wir vertrauen der KI inzwischen mehr als irgendwelchen Google-Ergebnissen. Wenn du eine Antwort von ChatGPT oder von Claude auf dein Problem bekommst, dann vertraust du da. Das ist verrückt, und gleichzeitig stimmt es doch.

Wo die Suche 2026 stattfindet

60 %der Suchanfragen werden direkt in der KI beantwortet, ohne einen Klick auf eine Website
50 %der von ChatGPT zitierten Links führen auf Business-Websites
4,4×wertvoller ist Traffic aus KI-Antworten im Vergleich zu klassischem Suchtraffic

Quelle: AI Search Statistics 2026, siehe Quellenverzeichnis. Der 4,4-fache Wert ist extern bestätigt.

Eine Milliarde Menschen nutzen KI, Tendenz steigend. ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini, you name it, alle werden genutzt. Und dort geben die Menschen ihre Fragen ein.

Das Verrückte daran: Es hat kaum jemand auf dem Schirm. Wenn du diesen Artikel im August 2026 liest, hast du in deiner Nische mit ziemlicher Sicherheit fast keine Konkurrenz. Das wird nicht so bleiben.

Warum ausgerechnet die nächsten vier Wochen

Die letzten fünf Monate des Jahres machen bei den meisten Selbstständigen mehr Umsatz als die ersten sieben zusammen. Wer im Oktober anfängt, kann nur noch launchen. Aufbauen geht dann nicht mehr.

Wir sind langsam auf dem Weg in den Spätsommer und raus aus dieser Sommerflaute, die eigentlich gar nicht existiert. Für so viele Unternehmerinnen ist es so, dass in den nächsten fünf Monaten die meisten Umsätze reinkommen, in der Regel mehr als von Januar bis Juli zusammen.

Rückwärts gerechnet: von heute bis Black Friday

AugustWebsite steht klar da: was, für wen, wo. Alles andere kommt danach.
SeptemberDie Seite ist live und wird bereits gelesen. Erste Empfehlungen laufen an.
OktoberContent, der irgendwohin führt. Er führt nur irgendwohin, wenn die Seite steht.
NovemberVerkaufen. Black Friday am 27., Cyber Monday am 30.
DezemberJahresendbudgets und der Vorverkauf für Januar.

Stand 3. August 2026. Bis Black Friday sind es 16 Wochen.

16 Wochen hört sich nach total viel an, ist es aber letztendlich gar nicht. Das Jahr ist sowieso schon wieder so schnell gelaufen, dass du zum Teil gar nicht hinterherkommen konntest.

O-Ton aus der Folge

„Wenn du erst im Oktober anfängst, irgendwann zu launchen oder irgendwas zu optimieren, dann hast du die Welle verpasst. Dann bist du zu spät.“

Deshalb geht es hier auch nicht um Taktik. Es geht darum, wie du diese Wochen konkret für dich nutzt. Die Weichen für dein erfolgreichstes Q4 stellst du jetzt. Das kannst du dir ganz dick in dein Journal schreiben.

Deine sieben Chancen in dieser Zeit

Sieben Regeln, die jahrelang gegolten haben, gelten in der KI-Suche nicht mehr. Jede einzelne davon arbeitet für dich, wenn du klein bist.

Deine Chance Nummer 1

Follower und Werbebudget sind der KI egal

Bei Google gewinnt, wer am längsten da ist und am meisten zahlt. Die Suchmaschine ist ganz lange danach gegangen, wie lange deine Seite indexiert ist, und du musstest Backlinks einfahren, damit die den Proof geben, dass deine Seite relevant ist. Bei Instagram ist es genauso, da machst du sehr viel Content, damit Follower dich finden.

Eine KI braucht das alles nicht. Eine KI möchte wissen, was du machst.

Wie viele rennen gerade Followern hinterher? Follower sind schön, aber wenn du sie nicht monetarisieren kannst, hast du nichts davon. Ich habe Kundinnen, die haben 30.000 oder 40.000 Follower auf Instagram und keine Conversion dahinter. Und ich habe Kolleginnen, die machen mit 100 Followern fünfstellige Monate.

O-Ton aus der Folge

„Ich predige das seit Jahren, dass Follower vollkommen egal sind. Du kannst mit 100 Followern, du kannst mit 800 Followern über die KI großen Playern ausgespielt werden.“

Zum ersten Mal ist Klarheit wichtiger als Vorsprung. Und Klarheit kannst du dir nicht einkaufen. Die kannst nur du entwickeln.

Deine Chance Nummer 2

Du wirst in Tagen gefunden, nicht erst in Monaten

Wenn ich damals eine Website für meine Clients gebaut habe, habe ich so an die drei Monate gebraucht, manchmal länger, bis wir alles voreinander hatten. Erst der Klarheitsprozess, dann das SEO-Konzept, damit man über die organische Google-Suche gefunden wird. Und dann haben wir meistens einmal im Jahr einen Termin gemacht, um zu schauen, wie sich die Zahlen entwickelt haben.

Einmal im Jahr. Heute ist das innerhalb von Tagen möglich.

Ich habe meine eigene Seite nochmal radikal neu aufgesetzt, weil ich mich immer selbst als Testballon nehme. Ergebnis: innerhalb von Tagen gefunden, eine Woche nach dem Launch Sichtbarkeit plus 130 Prozent und Klicks plus 229 Prozent, ohne Werbebudget.

Sichtbarkeit ist keine Frage der Geduld mehr. Sie braucht eine Struktur und einen Leitfaden. Was du im August änderst, kann im September schon extrem groß sein.

Deine Chance Nummer 3

Wer über die KI kommt, kauft viel eher

Das kannst du hier ganz groß in dein Journal reinschreiben. Die Kundin hat ein konkretes Problem und einen konkreten Anwendungsfall. Sie hat schon Vertrauen aufgebaut, bevor sie überhaupt irgendetwas von dir gesehen hat.

In den aktuellen Auswertungen ist es 4,4-mal wertvoller, über die KI ausgespielt und empfohlen zu werden, als über Instagram oder Google.

Und es fühlt sich für deine Kundin auch ganz anders an als Werbung. Werbeanzeigen werden ganz schnell weitergeklickt. Sie funktionieren immer noch, aber in der KI wird das Ganze nicht als Werbung verstanden, weil es wie eine natürliche Empfehlung gelesen wird.

O-Ton aus der Folge

„Ich warte nur auf den Tag, wo man sich in die KI einkaufen kann und dort auch Werbeanzeigen schalten kann. Jetzt gerade im August 2026 ist es noch nicht so. Das heißt, du kannst diese organische Sichtbarkeit richtig geil mitnehmen.“

Du brauchst keine 10.000 Leute mehr. Du brauchst halt die richtigen. Und die werden dir automatisch angespült, je klarer du deine Message in die Welt bringst.

Deine Chance Nummer 4

Empfohlen wird deine Website, nicht dein Instagram

Rund die Hälfte der Links in KI-Antworten führt auf Business-Websites. Die Hälfte. Dein Profil taucht dort praktisch nicht auf.

Deine Website hat gerade einen richtigen Comeback erlebt, und ich liebe es, weil ich seit Jahren nichts anderes mache. In der Agentur habe ich 2016 schon Websites gebaut, mit Content-Analysen, das war damals mein Steckenpferd.

O-Ton aus der Folge

„Ich kann jedes Mal nur noch mit dem Kopf schütteln und denke mir: Jeder, der seine Website jetzt nicht optimiert oder überhaupt mal aufsetzt, der hat wirklich das Gold auf der Straße gelassen.“

Eine Website ist kein Nice-to-have mehr. Instagram ist eine Bühne, die dir nicht gehört. Deine Website gehört dir. Wenn du jetzt eine richtig geil optimierte Website hast, dann ist das dein pures Gold.

Deine Chance Nummer 5

Wenn deine Seite nicht sagt, was du tust, wirst du nicht empfohlen

Meine Überschrift war jahrelang Deine Story verdient ein Cover. Poetisch, und ich mochte sie sehr. Nur wusste niemand, was ich beruflich mache. Eine KI erst recht nicht.

Wir müssen dort die Klarheit an den Start legen. Wofür stehst du? Was bietest du an? Wofür willst du bekannt sein? Welche Produkte hast du? Erst was, dann für wen, dann wo. Danach darf alles schön sein.

Und das gilt für Menschen genauso, wir nennen es dort nur Branding.

Du verlierst keine Eleganz, wenn du klar wirst. Du verlierst nur die Ausrede.

Deine Chance Nummer 6

Konkrete Angebote werden empfohlen, vage nicht

Niemand fragt eine KI nach dem exklusivsten Paket. Alle fragen nach einer Lösung für ihr konkretes Problem. Superlative sind austauschbar, Zahlen und Namen nicht.

Meine sind: seit fast zehn Jahren selbstständig, über 1.500 Kundinnen, die ich zum Teil über Jahre aktiv betreue, veröffentlicht in Vogue, Harper's Bazaar, Tatler und Vanity Fair. Das sind keine Angebermarken, das sind Anker, an denen eine KI festmachen kann, wofür ich stehe.

Jede von euch hat solche Punkte. Die meisten halten sie für zu klein, um sie zu erwähnen. Schreib dir jetzt drei auf, noch während du liest.

Deine Chance Nummer 7

Rückwärts gerechnet muss deine Seite im September stehen

Rechne einmal rückwärts durch dein Q4. Du willst im November verkaufen. Dafür brauchst du im Oktober Content, der irgendwohin führt. Damit er irgendwohin führt, muss die Seite im September stehen.

Bleibt der August. Und der August ist der Monat, in dem alle langsam machen. Genau das ist dein Vorteil.

Ob 2026 ein gutes Jahr war, entscheidet sich nicht im Dezember. Es entscheidet sich in den nächsten vier Wochen.

Die Reihenfolge, in der du es machst

Niemand lässt das liegen, weil es zu schwer wäre. Man lässt es liegen, weil man nicht weiß, in welcher Reihenfolge. Hier ist sie.

Das Wichtigste zuerst: Du brauchst gar nicht zu wechseln. Egal ob Jimdo, Squarespace, WordPress oder Wix, du kannst alles da lassen, wo es gerade ist. Ganz viele in meiner Community haben ja schon eine Website. Dann kannst du sagen: Wie geil, ich freue mich, dass ich darauf jetzt einfach nur nochmal das Upgrade setzen darf.

Und ehrlich: Wie häufig aktualisierst du deine Website? In den meisten Fällen, ich würde mal sagen bei 90 Prozent, lassen die Leute das einmal aufsetzen, und dann liegt die da und wird immer weiter nach hinten geschoben.

  1. Klarheit vor TechnikBeantworte in einem Satz: Was tust du, für wen, und wo. Ohne Metapher, ohne Wortspiel. Wenn du das nicht in einem Satz sagen kannst, hilft dir kein Werkzeug der Welt.
  2. Diesen Satz nach ganz obenEr gehört in deine Hauptüberschrift und in den Titel deiner Startseite. Nicht in den Fußbereich, nicht auf die Über-mich-Seite. Ganz oben, in den ersten Bildschirmhöhen.
  3. Deine Angebote so beschreiben, wie Menschen fragenNicht das Paket benennen, sondern das Problem. Eine Seite pro Angebot, mit Preisrahmen, Ablauf und Zielgruppe. Vage Formulierungen werden nicht empfohlen.
  4. Deine Beweise sichtbar machenJahre, Zahlen, Namen, Veröffentlichungen, Ergebnisse. Drei konkrete Anker reichen. Sie müssen aber auf der Seite stehen, nicht nur in deinem Kopf.
  5. Echte Fragen beantwortenSchreib die zehn Fragen auf, die dir Kundinnen wirklich stellen, und beantworte jede direkt unter ihrer Überschrift. Genau diese Passagen werden zitiert.
  6. Erst dann optimierenTitel, Beschreibungen, Struktur, Auszeichnungen im Hintergrund. Das ist der letzte Schritt, nicht der erste. Und der Teil, den du dir am ehesten abnehmen lassen kannst.

Der Grund, warum die Reihenfolge so wichtig ist: Jeder Schritt weiter unten wird wertlos, wenn der darüber fehlt. Eine perfekt ausgezeichnete Seite, die nicht sagt, was du tust, wird nicht empfohlen. Eine schlichte Seite mit einem klaren Satz sehr wohl.

Und weil ich weiß, dass jetzt die Frage kommt, wie KI da reinspielt: KI ist quasi unser Katalysator. Wir sind damit auf der Überholspur, das ist unser Ferrari. Aber niemals ersetzt das unsere Basis. Je klarer du wirst in dem, wer du bist und womit du den Unterschied machst, und je besser du das anreicherst, desto eher wirst du ausgespielt.

Der Selbsttest: frag die KI nach dir

In zehn Minuten weißt du, ob du im zweiten Markt überhaupt existierst. Du brauchst dafür nichts außer einem KI-Chat.

Test 1 · Kennt sie dich?

Was weißt du über [dein Name] und [deine Website]? Was bietet diese Person an und für wen?

Wenn die Antwort vage bleibt oder etwas Falsches enthält, ist das deine Diagnose. Nicht die KI hat ein Problem, sondern deine Seite sagt es nicht deutlich genug.

Test 2 · Wirst du empfohlen?

Ich suche [deine Leistung] für [deine Zielgruppe] in [dein Ort oder Bereich]. Wen kannst du empfehlen und warum?

Steht dein Name da? Wenn nein: Wer steht da, und was steht auf deren Seiten, das auf deiner fehlt? Das ist die ehrlichste Wettbewerbsanalyse, die du dir kostenlos holen kannst.

Test 3 · Der Gegencheck

Lies [deine Website]. Was ist unklar, was fehlt, und für welche Suchanfragen würdest du diese Seite nicht empfehlen?

Diesen dritten Test finde ich am wertvollsten. Du bekommst in zwei Minuten die Liste, für die ich früher einen halben Tag gebraucht habe.

Mach diese drei Tests, bevor du irgendetwas änderst. Und mach sie in zwei Wochen noch einmal, damit du siehst, was sich bewegt hat.

Das Angebot zur Folge

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Kein Kurs über acht Wochen. Ein Prozess über zwei Tage, in dem alles steckt, was in diesem Artikel steht. Da ist mein ganzes Wissen aus den letzten zehn Jahren drin, komprimiert, damit du es nicht selbst wissen musst. Du beantwortest Fragen, gibst Zugänge frei und lässt machen.

  • Tag 1: Vision, Texte, Struktur, Design
  • Tag 2: Feinschliff, Suchkonzept, live
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Für dich, wenn du keine Website hast oder eine, die schön ist und nicht erklärt, was du tust. Nicht für dich, wenn du gerade keine zwei Tage frei bekommst.

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Sarah Bakker mit Laptop auf einer Terrasse über dem Meer

Vier Fehler, die dich unsichtbar halten

Diese vier sehe ich bei fast jeder Seite, die ich mir anschaue. Alle vier sind in einem Vormittag behoben.

Was sich in der Bewertung geändert hat

Hat bei Google gezählt

  • Wie lange die Domain schon existiert
  • Wie viele Seiten auf dich verlinken
  • Wie viel Werbebudget du einsetzt
  • Wie oft du neuen Content veröffentlichst
  • Wie gut du Suchbegriffe platzierst

Zählt in der KI-Suche

  • Ob eine Maschine versteht, was du anbietest
  • Ob die Antwort direkt unter der Überschrift steht
  • Ob deine Angebote konkret beschrieben sind
  • Ob nachprüfbar ist, wer hinter der Seite steht
  • Ob deine Aussagen überall dieselben sind

Fehler 1: Die poetische Überschrift

Die häufigste und die teuerste. Deine Startseite eröffnet mit einem Gefühl statt mit einer Tätigkeit. Ich hatte sie selbst. Behalte das Gefühl, aber setz die Tätigkeit davor.

Fehler 2: Die Website als Visitenkarte

Einmal aufgesetzt, dann liegen gelassen. Bei etwa 90 Prozent der Seiten, die ich sehe, ist das der Stand. Das war jahrelang verzeihlich, weil die Seite ohnehin kaum jemand gefunden hat. Jetzt ist sie der Ort, auf den verwiesen wird.

Fehler 3: Angebote ohne Preisrahmen und ohne Ablauf

Wenn auf deiner Seite steht individuelle Pakete auf Anfrage, kann dich niemand empfehlen, weder ein Mensch noch eine Maschine. Ein Rahmen genügt. Ab-Preise sind völlig in Ordnung.

Fehler 4: Deine Beweise stehen woanders

Deine Veröffentlichungen sind in den Instagram-Highlights, deine Kundenstimmen auf einer Plattform, deine Jahre im Kopf. Auf der Website steht davon nichts. Alles, was nicht auf deiner Seite steht, existiert für die KI-Suche nicht.

Häufige Fragen zur KI-Suche

Wie werde ich von ChatGPT empfohlen?

Indem auf deiner Website in klaren, direkten Worten steht, was du anbietest, für wen und wo. KI-Systeme lesen öffentlich zugängliche Websites und geben die Anbieter weiter, deren Angebot am eindeutigsten zur Frage passt. Entscheidend sind eine konkrete Hauptüberschrift, je eine eigene Seite pro Angebot mit Preisrahmen und Ablauf, nachprüfbare Angaben zu dir und Antworten, die direkt unter ihrer Überschrift stehen. Reichweite, Alter der Domain und Werbebudget spielen dabei keine Rolle.

Brauche ich dafür viele Follower?

Nein. Eine KI fragt nicht, wie groß dein Account ist, sondern ob sie versteht, was du tust. Du kannst mit 100 oder 800 Followern vor einer großen Agentur empfohlen werden. Rund die Hälfte der Links in KI-Antworten führt ohnehin auf Business-Websites und nicht auf Social-Media-Profile. Ein großer Account ohne Conversion dahinter hilft dir dabei nicht.

Wie lange dauert es, bis ich in KI-Antworten auftauche?

Deutlich kürzer als bei klassischem SEO. Wo Google früher drei bis sechs Monate gebraucht hat, um einer Seite zu trauen, wird eine Seite von KI-Systemen bei jeder Anfrage neu gelesen und bewertet. In meinem eigenen Test war die neu aufgesetzte Website innerhalb weniger Tage sichtbar, eine Woche nach dem Launch mit plus 130 Prozent Sichtbarkeit und plus 229 Prozent Klicks, ohne Werbebudget. Was du im August änderst, kann im September wirken.

Ist das dasselbe wie SEO?

Es überschneidet sich, ist aber nicht dasselbe. Klassisches SEO optimiert darauf, in einer Ergebnisliste weit oben zu stehen. In der KI-Suche gibt es keine Liste, sondern eine Antwort mit wenigen Namen. Deshalb zählen dort andere Dinge: verständliche Sprache statt Suchbegriffsdichte, eine direkte Antwort direkt unter der Überschrift, konkrete Angebotsbeschreibungen und nachprüfbare Angaben zur Person hinter der Seite. Beides zahlt aufeinander ein, weil KI-Systeme klassische Suchergebnisse als eine ihrer Quellen nutzen.

Muss ich meine Website neu bauen oder das System wechseln?

In den meisten Fällen nicht. Ob deine Seite bei Jimdo, Wix, Squarespace oder WordPress liegt, ist für die KI-Suche unerheblich, du kannst alles da lassen, wo es gerade ist. Wichtig ist, was auf der Seite steht und wie es strukturiert ist. Bei den meisten Selbstständigen ist eine gute Basis vorhanden, es fehlt nur das Upgrade. Ein Neubau lohnt nur, wenn die bestehende Seite inhaltlich ohnehin nicht mehr passt.

Reicht Instagram nicht mehr?

Instagram bleibt eine gute Bühne für Beziehung und Vertrauen, aber es ist keine Suchmaschine, und in KI-Antworten taucht dein Profil praktisch nicht auf. Wer dort gefunden werden will, braucht eine eigene Website. Der zweite Unterschied: Auf Instagram wird gescrollt und berieselt, in der KI wird ein Problem gelöst. Deshalb ist der Traffic aus KI-Antworten in den aktuellen Auswertungen 4,4-mal wertvoller.

Wie finde ich heraus, ob ChatGPT mich kennt?

Stell drei Fragen in einem KI-Chat. Erstens: Was weißt du über mich und meine Website. Zweitens: Ich suche diese Leistung für diese Zielgruppe an diesem Ort, wen empfiehlst du. Drittens: Lies meine Website und sag mir, was unklar ist und für welche Anfragen du sie nicht empfehlen würdest. Die dritte Frage liefert dir die konkreteste Liste. Wiederhole den Test zwei Wochen nach deinen Änderungen.

Warum werden gerade Q3 und Q4 dafür so wichtig?

Weil die letzten fünf Monate des Jahres bei den meisten Selbstständigen mehr Umsatz machen als die ersten sieben zusammen. Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, Cyber Monday auf den 30. November, im Dezember müssen Jahresbudgets raus und im Januar startet das größte Kauffenster überhaupt, verkauft wird es aber schon im Dezember. Damit dein Content im Oktober irgendwohin führt, muss deine Seite im September stehen. Bleibt der August.

Was kostet es, die eigene Website dafür fit zu machen?

Eine Agentur nimmt für eine vollständige Neuentwicklung mit Suchkonzept in der Regel einen fünfstelligen Betrag. Wenn du es selbst machst, kostet es vor allem Zeit und die richtige Reihenfolge. Der begleitete Prozess Deine Website in 48h liegt bei 699 Euro und führt dich in zwei Tagen durch genau diese Reihenfolge, egal ob du neu baust oder eine bestehende Seite upgradest.

Kann ich dafür KI benutzen, ohne dass es beliebig klingt?

Ja, wenn die Grundlage von dir kommt. KI ist ein Katalysator, keine Basis. Sie kann deine Klarheit schneller auf die Seite bringen, sie kann sie nicht für dich herstellen. Kein System funktioniert, wenn wir nicht unser Sein, unsere Vision und unsere Werte dort mit reinfüttern. Deshalb steht in jedem guten Prozess die Arbeit an Positionierung und Angebot vor dem ersten Prompt.

Sarah Bakker, Brand Designerin und Fotografin

Über die Autorin

Sarah Bakker

Ich bin zertifizierter Business Coach, Brand Designerin und Fotografin und seit fast zehn Jahren selbstständig. Nach dem Wirtschaftsstudium habe ich in einer Unternehmensagentur im Online-Marketing gearbeitet und dort ab 2016 Websites für ganze Länder betreut. Danach kam das Brand Design dazu, eine Fortbildung zur Grafikdesignerin und dann die Fotografie.

Heute baue ich Personal Brands, die gesehen werden. Editorial, strategisch und unverwechselbar. Von Mallorca aus, dreisprachig, mit über 1.500 Kundinnen, die ich zum Teil über Jahre begleite.

Veröffentlicht in Vogue · Harper's Bazaar · Tatler · Vanity Fair · MOEVIR · WedLuxe

Quellen und Anmerkungen

  1. Anteil der Suchanfragen, die direkt in der KI beantwortet werden (rund 60 Prozent), und Anteil der von ChatGPT zitierten Links, die auf Business-Websites führen (rund 50 Prozent): AI Search Statistics 2026, Auswertung Juli 2026.
  2. Traffic aus KI-Antworten ist 4,4-mal wertvoller als klassischer Suchtraffic: extern bestätigte Auswertung, Stand 2026.
  3. Sichtbarkeit plus 130 Prozent und Klicks plus 229 Prozent innerhalb einer Woche nach Launch: eigene Messung für sarahbakker.de, Google Search Console, Juli 2026, ohne Werbebudget.
  4. Black Friday 2026: Freitag, 27. November. Cyber Monday 2026: Montag, 30. November. Zeitangabe „16 Wochen“ bezogen auf den 3. August 2026.

Dieser Artikel beruht auf Folge 58 des Podcasts Cover Story. Die in Anführungszeichen gesetzten O-Töne sind wörtliche Zitate aus der Aufnahme. Alle genannten Zahlen zu Reichweite und Klicks sind eigene Messungen, alle Marktzahlen stammen aus Drittauswertungen und sind als solche gekennzeichnet.